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annabelle: Warum Vorsicht geboten ist

Wir lasen einen bestimmten Artikel in der annabelle, in der Hoffnung, wir täten uns etwas Gutes. Herausgekommen sind einige Unwahrheiten, zu denen wir leider sagen müssen: Mehr annabelle ist nicht unbedingt besser – oft ist sogar das Gegenteil der Fall.

  • Behauptung 1: Neue nationale Untersuchungen würden die oft mangelhafte Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln nachweisen. Frage: Welche nationalen Untersuchungen? Annabelle, nenne deine Quellen! Entgegnung: Wenn überhaupt ist dies ein Argument gegen Nahrungsergänzungsmittel von schlechter Qualität und nicht gegen Nahrungsergänzungsmittel generell.
  • Behauptung 3: «Bei Nahrungsergänzungsmitteln darf auf der Verpackung jeder Quatsch versprochen werden.» Entgegnung: Gleich noch einmal falsch. Schon eher darf in Interviews jeder Quatsch behauptet werden. Die zulässigen Gesundheitsaussagen sind in der Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel (LIV. Anhang 14) abschliessend geregelt. Übrigens: Dass Vitamin D gegen Krebs helfe, steht hier nicht. Wenn ein Hersteller sowas behauptet, bekommt er Besuch vom Lebensmittelinspektorat.
  • Behauptung 4: Die im Oktober 2022 von der US Preventive Services Task Force herausgegebenen Richtlinien für Vitamine würden klar von Vitamin-D-Screenings abraten. Entgegnung: Die USPSTF hat sich im Juni 2022 zum Einsatz von Vitaminen, Mineralien und Multivitaminen zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen und Krebs geäussert. In diesem Papier steht nichts zu Vitamin-D-Screenings. Andere Richtlinien sind auf https://www.uspreventiveservicestaskforce.org/uspstf/ > Recommendations > Published Recommendations nicht zu finden. Vielleicht suchen wir ja falsch, gut möglich. Dann nennt doch bitte eure Quelle!
  • Behauptung 5: Die US Preventive Services Task Force sei ein von der Industrie unabhängiges Gremium. Entgegnung: Oh weh. Wir wollen diesen Menschen nicht zu nahetreten. Es sind alles honorige Vertreter/-innen ehrwürdiger Institutionen. Genau das ist Teil des Problems. Sowas wie Unabhängigkeit gibt es im medizinisch-industriellen Komplex leider nicht.
  • Behauptung 6: Wenn das Bundesamt für Gesundheit verkünde, dass es besonders im Winter zu einer Unterversorgung mit Vitamin D kommen könne, sei das Amt nichts anderes als ein verlängerter Arm der Marketingabteilungen der NEM-Industrie. Also quasi vom Schreibenden. Durchaus belustigende Vorstellung. Doch leider ziemlich absurd. Das BAG macht wenig bis nichts zur Förderung von Nahrungsergänzung. Hingegen viel bis alles zu deren Verhinderung. Immerhin hat eine Arbeitsgruppe des BAG 2012 festgehalten, dass mindestens 50% der Schweizer Bevölkerung einen zu tiefen Vitamin-D-Spiegel haben. Mit anderen Worten: Sie haben einen Mangel. Damit ist auch gleich Behauptung 7 widerlegt: «Erwachsene haben hierzulande keinen Vitamin-D-Mangel».
  • Behauptung 8 folgt gleich im Satz darauf: «Nährstoffmängel sind in Überflussgesellschaften allgemein unwahrscheinlich.» Entgegnung: Eine Überflussgesellschaft sind wir vielleicht bezüglich unserer Ernährung. Hier geht es aber um Vitamin D. Und Vitamin D hat mit Ernährung nichts zu tun. Weil wir es nicht mit dem Essen aufnehmen. Sondern unsere Haut es mit Hilfe der Sonne produziert. Jener Sonnenstrahlen, die etwas vom wenigen sind, die wir in unserem Büroalltag nicht im Überfluss haben. Infolgedessen wir trotz Überfluss- oder besser Überfrassgesellschaft vielleicht doch einen Vitamin-D-Mangel haben könnten. Logik für Anfänger. Müsste auch ein Professor begreifen.
  • Behauptung 9: «Hochdosiertes Vitamin D führt sogar zu einer Schwächung der Knochen und erhöht die Gefahr von Brüchen.» Entgegnung: Stimmt. Lässt sich aber mit Vitamin K2 ganz einfach beheben. Steht an noch einfacheren Orten wie zum Beispiel hier. Aber das kann Hasler nicht sagen und annabelle nicht schreiben. Weil sie sonst zur Einnahme eines Vitamins raten müssten. Und das irgendwie nicht so richtig zum Rest der Geschichte passen würde.

Zwischenfrage: Gibt es eigentlich Studien, die zeigen, dass Vitamin D für etwas gut ist? Oh ja, jede Menge. Zum Beispiel diese hier der ETH Zürich: Sie kommt zum Schluss, dass ältere Frauen zum Erhalt ihrer Knochen im Winterhalbjahr mehr Vitamin D einnehmen sollten als bislang empfohlen. Die ETH Zürich ist natürlich nicht die USPSTF, schon klar. Aber schliesslich auch nicht irgendwer, oder? Und dann gibt es die umfangreiche Forschung von Heike Bischoff-Ferrari, Chefärztin der Universitären Klinik für Altersmedizin (sehr honorig) am Universitätsspital Zürich (sehr ehrwürdig). Da gibt es zum Beispiel diese Aussage: «Long-term dietary cholecalciferol-calcium supplementation reduces the odds of falling in ambulatory older women by 46%, and especially in less active women by 65%.» Wow. Für jene, die’s nicht wissen: Cholecalciferol ist Vitamin D3, eine Vorstufe von Vitamin D, welche im Körper zu Vitamin D verstoffwechselt wird.

Und wenn wir schon dabei sind: Eine Kombination aus hochdosiertem Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und einem einfachen Trainingsprogramm für zu Hause kann das Krebsrisiko gesunder Erwachsener über 70 Jahre kumulativ um 61 Prozent verringern. Sagt eine Studie von Heike Bischoff-Ferrari. Uiuiui, wenn annabelle-Interviewprofessor Gregor Hasler dies wüsste! Wo es ihm doch so wichtig ist, dass Forschungsresultate auch in der Mitte der Gesellschaft ankommen!!

  • Behauptung 10: Die australische D-Health-Studie habe gezeigt, dass zusätzliches Vitamin D weder die Gesamtsterblichkeit senkt noch das Risiko, an einer Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Entgegnung: Auch das ist ziemlich perfide. Das ist in etwas so, wie wenn wir behaupten würden, wir hätten Humira untersucht, das 2018 mit unverschämten 20 Milliarden US-Dollar umsatzstärkste Medikament weltweit – und wisst ihr was? Es senkt das Risiko von Karies nicht! (Wofür Humira aber auch wirklich nicht entwickelt worden ist.) Vitamin D hat sehr viele Funktionen im menschlichen Körper. Der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen steht nicht unbedingt an erster Stelle. Auch nicht unbedingt der Schutz vor Fehlmedikation, immerhin vierthäufigste Todesursache. Und damit mit direktem Einfluss auf die Gesamtsterblichkeit. Liebe Vitamin-Basher, äh -Forscher: Man muss nur die falschen Fragen stellen, um die erwünschten Antworten zu erhalten.

Nach ermüdenden 8968 Zeichen annabelle-Interview dann immerhin dies: «Es gilt, nicht blind zu verteufeln, sondern nüchtern zu differenzieren.» Das ist zwar eine eher späte Einsicht, aber es soll schliesslich jeder klüger werden dürfen!

  • Behauptung 11: Überernährung macht fett. Also macht Nahrungsergänzung krank. Ist doch klar wie dicke Tinte, oder? Du meine Güte, auf diesem Niveau finden nicht mal wir eine Entgegnung… (Wer’s nicht glaubt, hier der O-Ton: «Wer ungeachtet des tatsächlichen Bedarfs ständig Ergänzungsmittel einwirft, kann tatsächlich auch krank werden. Am Körperfett sehen wir, was bei Überernährung mit uns passiert.»)
  • Behauptung 12: Schon wieder die USPSTF, die von Vitamin A und E abgeraten haben soll. Wörtlich: «Erstmals hat nun die USPSTF auch die klare Empfehlung herausgegeben, weder Beta-Carotin (Anm. der Red. eine Vorstufe des Vitamins A), noch Vitamin E einzunehmen.» Entgegnung: Herr Hasler, jetzt müssen wir richtig streng werden. Die USPSTF hat wörtlich gesagt: «The USPSTF recommends against the use of beta carotene or vitamin E supplements for the prevention of cardiovascular disease or cancer.» Auf Deutsch: «Die USPSTF rät von der Einnahme von Beta-Carotin oder Vitamin E zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs ab.» Sie rät also davon ab, Beta-Carotin (= Vitamin A) oder Vitamin E zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs einzunehmen. Weil die Evidenz dafür zu schwach sei. Das akzeptieren wir. Müssen wir auch, siehe erlaubte Gesundheitsaussagen oben. Ist aber etwas völlig anderes, als generell von der Einnahme von Vitamin A oder Vitamin E abzuraten, wie sie insinuieren. Oder unterstellen. In Verdrehung der Tatsachen. Unlauter. Im Fussball gäbe dies rot: Wegen einer groben Unsportlichkeit.
  • Behauptung 13: «Wir sehen einen Anstieg an Knochenbrüchen und Nierensteinen in Folge steter Einnahme von hochdosiertem Vitamin D.» Wo bitte schön sind die Belege für diese Behauptung? Wer sieht diesen Anstieg wo?
  • Behauptung 14: «Der Logik der entsprechenden Industrie folgend ist Fisch wegen seiner Omega-3-Säuren gesund. Fisch aber enthält Tausende von Substanzen, warum also soll ausgerechnet Omega 3 ihn gesund machen?» Entgegnung: Vielleicht hilft als Antwort, dass Omega-3-Fettsäuren wie z.B. DHA wissenschaftlich gründlich erforscht worden sind. Und man dabei unzählige Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt hat: DHA ist unerlässlich für das Gehirn von Säuglingen und Erwachsenen. DHA verbessert die Lernfähigkeit. DHA ist wichtig für die Entwicklung der Augen. DHA-Mangel wird mit ADHS in Verbindung gebracht. Die Abnahme von DHA im Gehirn wird mit dem kognitiven Abbau im Alter und der sporadischen Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht. Epidemiologische Studien haben einen starken Zusammenhang zwischen Fischkonsum und der Verringerung von tödlichen Herzinfarkten gezeigt. Und so weiter, und so fort. Steht alles in dem einen, obigen wissenschaftlichen Artikel. Auf www.pubmed.gov, dem offiziellen Portal der US-amerikanischen «National Library of Medicine» (sehr honorig, sehr ehrwürdig) finden sich 35’098 weitere. Allein zu Omega-3-Fettsäuren. Welche die Wirkung von Omega-3 durchaus kontrovers diskutieren, wohlverstanden. Das ist auch richtig so. Deren Resultat wir uns aber nicht von dem einen flotten Ausspruch in dem einem tollen annabelle-Interview vorwegnehmen lassen.
  • Behauptung 15: Depressive Patient/innen würden oft Omega-3 erhalten. Gerade wenn man leicht depressiv sei, fühle es sich gut an, sich so etwas Nährendes wie Omega-3 zuführen zu können. Das soll als Beleg für die Irreführung der Konsumenten herhalten. Wir meinen: Gesetzt der Fall, ich bin leicht depressiv und es fühlt sich etwas gut an – dann ist das doch grossartig oder etwa nicht?
  • Behauptung 16: Für einen positiven Effekt von Vitaminpräparaten könne allenfalls der enthaltene Zucker verantwortlich gemacht werden. Der sorge kurzfristig für einen Dopaminschub, das kleine Glücksgefühl. Koffein sei auch beliebt und verschaffe einen akuten Energiekick. Dazu halten wir fest: Die natürlichen Vitalstoffe von kingnature enthalten ausnahmslos weder Zucker noch Koffein. Wenn sie wirken sollten, dann muss es wegen etwas anderem sein.

Ok, damit hätten wir uns wieder mal ins Zeug gelegt für die Welt der Mikronähr- und Vitalstoffe, der faszinierenden Helferlein in Form von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren, Fettsäuren, sekundären Pflanzenstoffen und was der liebe Gott anderes an spannenden Stoffen geschaffen hat. Haben sie verteidigt gegen die These des weissen Experten, der eine Mission zu haben scheint: «Vitamine sind schlecht. Sie sind unnötig, ja gefährlich. Ein Mangel ist nicht möglich.» Wie wir es bei anderer Gelegenheit auch schon getan haben. Und es wieder tun werden. Weil uns die Wahrheit am Herzen liegt. Und wir die Menschheit voranbringen wollen. Den Menschen vor allem helfen wollen, wie sie gesund bleiben können. Trotz der Kräfte, die sie davon abhalten wollen. Ungeachtet aller Hürden, die man uns in den Weg legt. Langsam und stetig. Voller Zuversicht, dass sich das Schöne, das Wahre und das Gute schliesslich durchsetzen wird. Herzlichen Dank allen, die mit uns auf diesem Weg unterwegs sind und uns bei dieser Mission unterstützen!

P.S: Gregor Hasler hat zwischen 2015 und 2021 von Firmen wie Mepha, Recordati oder Lundbeck AG CHF 48’465 erhalten. Für Honorare, Beratung und Vorträge. Nicht gerade Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Schon eher Pharma. Vielleicht noch ganz gut zu wissen. Steht hier: https://pharmagelder.ch/recipient/3237-Gregor-Hasler.html

P.P.S: Ja, wir nennen unsere Quellen. Das annabelle-Interview findet ihr hier. Bitte nicht lesen und vor allem nicht teilen!